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AVK Innovationspreis 2007: AquaCell® - Physikalisches Schäumen mit Wasser

 

AquaCell®, entwickelt von MöllerTech GmbH, einer Tochtergesellschaft der MöllerGroup GmbH & Co. KG, ist ein neues Verfahren zur Herstellung physikalisch geschäumter Spritzgießteile. Wasser als Treibmittel wird dabei mit Hilfe von speziellen, feinen Naturfasern als Trägersubstanz in die Schmelze eingebracht, um den Kunststoff aufzuschäumen. Im Gegensatz zu den bekannten physikalischen Schäumverfahren benötigt man beim AquaCell® Verfahren keine aufwendigen Modifikationen an den Spritzgießmaschinen. Mit Hilfe eines externen Mischaggregates werden das Kunststoffgranulat, die Naturfasern und das Treibmittel Wasser vermengt und als schäumbare Mischung in die Spritzgießmaschine befördert.

 

AquaCell® verknüpft somit die einfache, flexible Anwendbarkeit wie bei einem chemischen Schäumverfahren mit den hohen Schäumraten und den weiteren Vorteilen eines physikalischen Treibmittels.

 

Wasser erlaubt aufgrund seiner überragenden Effizienz als Treibmittel die besonders gute und schonende Aufschäumung faserverstärkter Kunststoffe. Das Gewicht und der Materialverbrauch werden signifikant reduziert und die Maßhaltigkeit der Bauteile stark verbessert. Die erzielte Sandwichstruktur führt dabei zu hochbelastbaren Bauteilen. Formteile mit Wandstärken von mehr als etwa 4 mm können mit herkömmlichen physikalischen Schäumverfahren nur mit langen Kühlzeiten hergestellt werden. Wasser als Treibmittel verhält sich dagegen ganz anders, so dass mit dem AquaCell® Verfahren sowohl dünn- als auch dickwandige Teile kostengünstig und schnell geschäumt werden können.

 

Gegenüber den bekannten Schäumverfahren hat das patentierte AquaCell® Verfahren zudem den Vorteil, dass die eingesetzten Naturfasern und das Treibmittel Wasser kostengünstig sind und auch erhebliche ökologische Vorteile bringen. Der Verbrauch an Kunststoff und Energie wird durch Wasser vermindert: mit diesem einzigartigen Vorteil ist das AquaCell® Verfahren ein aktiver Beitrag zur Schonung unser natürlichen Ressourcen.

 

6. November 2007

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

"Most Innovative Use of Plastic"

 

Die MöllerTech GmbH hat eine Auszeichnung für die Fertigung von geblasenen Sitzlehnen bekommen.

 

Die Audi AG und Dow Automotive haben im Dezember 2006 eine Auszeichnung für das Konzept einer vollstrukturierten Sitzlehne im Blasformverfahren für den Audi TT Roadster in Empfang nehmen dürfen.
Statt üblicher Stahlstrukturen wurde die Sitzlehne hier aus PC-ABS gefertigt, welches neben der Gewichtsreduktion auch die Einsparung von  Investitions- und Strukturkosten ermöglicht.
Der Entwurf zu Material und Design entstand im Dow Automotive Centre Deutschland, wobei die MöllerTech GmbH die Fertigung der Teile übernommen hat. Die fertigen Sitze wurden durch die Firma Lear an die Audi AG geliefert.